⚓️ Der ultimative Guide: „Klar Schiff“.
Ein Boot ist mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es ist ein wertvolles Investment und dein schwimmendes Zuhause. Damit Materialien wie GFK, Teak, Polster und Kunststoffe lange halten, ist eine gründliche Tiefenreinigung unerlässlich.
Hier erfährst du, wie du unsere Mietgeräte gezielt einsetzt und worauf du unbedingt achten musst.

1. Die Textil-Spezialeinheit: Nasssauger.
Einsatzgebiet: Alles, was aus Stoff oder Fasern besteht.
Was du damit reinigen kannst:
- Kabinen-Polster: Über die Jahre ziehen Polster Feuchtigkeit und Körperfette an. Der Nasssauger wäscht den „muffigen“ Geruch buchstäblich aus dem Schaumstoff. Zuerst den von uns mit geschickten Reiniger von Hucka aufsprühen und anschließend mit klarem Wasser spülen und saugen.
- Matratzen: In der Koje sammelt sich durch mangelnde Unterlüftung oft Feuchtigkeit. Eine Tiefenreinigung entfernt Milben und Bakterien.
- Außen-Polster (Plicht): Sonnencreme-Reste und klebrige Cocktails hinterlassen hässliche Flecken auf den Sitzbänken. Der Sauger zieht diese aus dem Gewebe. Achtung: Nicht für Ledersitzbänke geeignet.
- Teppichböden: Falls deine Kajüte mit Teppich ausgelegt ist, wirst du staunen, wie viel Sand und Salz der Nasssauger aus den Fasern holt.
Was du beachten musst:
- Salzwasser-Check: Wenn Polster mit Salzwasser getränkt wurden, spüle sie erst mit klarem Wasser vor, bevor du den Reiniger nutzt. Salz bindet Feuchtigkeit – wenn es im Polster bleibt, wird es nie richtig trocken.
- Trocknungszeit: Sorge nach der Reinigung für maximale Belüftung (Luken auf, ggf. unser Mietgerät: Entfeuchter von Trotec aufstellen). Auf Booten ist die Luftfeuchtigkeit hoch, daher brauchen Textilien länger zum Trocknen als im Wohnzimmer.
- Materialtest: Teste bei teuren Alcantara- oder Spezialstoffen erst an einer unauffälligen Stelle, ob die Farbe hält.

2. Der Hygiene-Turbo: Dampfreiniger.
Einsatzgebiet: Hartflächen, Ritzen und die „Problemzonen“.
Was du damit reinigen kannst:
- Die Küche: Der Dampf löst altes Fett vom Herd und reinigt das Spülbecken sowie die Armaturen hygienisch ohne Chemie.
- Die Nasszelle (WC/Bad): Es gibt keinen besseren Weg, die Bordtoilette und die oft engen Ecken der Duschwanne zu desinfizieren. Der Dampf tötet Schimmelsporen in den Fugen ab.
- Fenster- & Lukendichtungen: Mit der Punktstrahldüse bläst du Dreck und Moos aus den Gummidichtungen. Das hält sie geschmeidig und sorgt dafür, dass sie dicht bleiben.
- GFK-Struktur (Antirutsch): Auf den strukturierten Decksflächen sammelt sich Dreck in den Vertiefungen. Die kleine Rundbürste des Dampfreinigers löst diesen Schmutz mühelos.
Was du beachten musst:
- Achtung bei Acrylglas/Plexiglas: Reinige die Fenster deines Bootes niemals direkt mit heißem Dampf! Die Hitze kann bei Kunststoffgläsern zu Spannungsrissen oder Trübungen führen. Hier nur mit einem nebelfeuchten (abgekühlten) Tuch arbeiten.
- Holzflächen: Echtes Teak oder lackiertes Edelholz darf nur ganz kurz und mit Abstand bedampft werden. Zu viel Hitze und Feuchtigkeit kann den Lack lösen oder das Holz aufquellen lassen.
- Dichtmasse: Halte den Dampfstrahl nicht minutenlang direkt auf Silikon- oder Sika-Fugen, um die Klebeverbindung nicht aufzuweichen.
- GFK: Insbesondere bei älteren Booten und rissigem GFK vorsichtig anwenden, im Zweifel lieber doch nur klassisch reinigen.

3. Die Geheimwaffe gegen Restfeuchte: Entfeuchter.
Nachdem du mit Dampfreiniger und Nasssauger gearbeitet hast, ist zwar der Dreck weg, aber eine gewisse Grundfeuchtigkeit bleibt in der Luft und im Gewebe der Polster. Da Boote oft schlecht belüftet sind, droht hier schnell Stockfleckenbildung.
Warum du nach der Reinigung einen Entfeuchter mieten solltest:
- Keine Chance für Schimmel: Das Gerät zieht literweise Wasser aus der Kabinenluft und sorgt dafür, dass Polster und Matratzen bis in den Kern durchtrocknen.
- Frisches Raumklima: Er entfernt den typischen „Kajüten-Muff“ und hinterlässt ein trockenes, gesundes Klima.
- Sorgenfrei anschließen: Du kannst das Gerät über Nacht laufen lassen (mit Schlauchanschluss direkt in die Bilge oder das Waschbecken) und am nächsten Tag ein trockenes Boot vorfinden.
Tipp: Miete unseren kompakten Luftentfeuchter direkt zum Reinigungs-Set dazu, um dein Projekt professionell abzuschließen.
Was du beachten musst:
- Sicherer Stand: Platziere das Gerät auf einer ebenen, rutschfesten Fläche (z. B. auf dem Boden der Kajüte oder einem stabilen Tisch). Da es während der Fahrt nicht betrieben werden sollte, stelle sicher, dass es im Hafen fest steht und nicht umkippen kann.
- Luftzirkulation: Halte mindestens 20–30 cm Abstand zu Wänden, Polstern oder Vorhängen. Die Luft muss ungehindert angesaugt und wieder ausgeblasen werden können, damit das Gerät nicht überhitzt.
- Wasserablauf planen:
Tank-Modus: Wenn du den internen Tank nutzt, schaltet sich das Gerät automatisch ab, wenn er voll ist. Das ist sicher, stoppt aber den Trocknungsprozess.
Dauerbetrieb: Schließe den mitgelieferten Schlauch an und leite ihn direkt in ein Waschbecken oder die Bilge (sofern die Bilgepumpe aktiv ist). So kann das Gerät das ganze Wochenende durchlaufen. - Luken schließen: Ein Entfeuchter arbeitet am effizientesten, wenn das Boot „dicht“ ist. Schließe alle Luken und Fenster, damit das Gerät nicht versucht, die gesamte Feuchtigkeit des Hafens wegzuatmen.
- Stromanschluss: Da das Gerät über einen längeren Zeitraum läuft, ist ein sicherer Landstromanschluss (230V) zwingend erforderlich. Nutze keine minderwertigen Mehrfachstecker.

4. Profi-Tipps für den Hafen-Einsatz.
- Stromversorgung: Achte darauf, dass dein Landstromanschluss stabil ist. Sowohl der Nasssauger als auch der Dampfreiniger ziehen ordentlich Leistung. Nutze hochwertige Verlängerungskabel (wir vermieten auch Verlängerungskabel!), um Spannungsabfälle zu vermeiden.
- Frischwasser: Für den Dampfreiniger solltest du idealerweise Frischwasser nutzen, denke daran genügend frisches Trinkwasser parat zu haben.
- Reihenfolge: Erst den Dampfreiniger nutzen (löst den Dreck), danach den Nasssauger (saugt Restfeuchte und gelösten Schmutz auf Textilien ab). Am Ende im Idealfall noch unseren Entfeuchter aufstellen.
Fazit: Zeitersparnis für mehr Segelspaß!
Mit Handbürste und Lappen schrubbst du an einem Boot oft ein ganzes Wochenende. Mit der Kombination aus unseren Mietgeräten erledigst du den Job in wenigen Stunden – und das Ergebnis ist professionell.